Frühlingsgefühle

Es ist doch im April fürwahr, 
der Frühling weder halb noch gar!
Komm, Rosenbringer, süsser Mai,
komm du herbei!
So weiss ich, dass es Frühling sei.

Eduard Mörike, deutscher Erzähler, Lyriker und Dichter





Inhaltsstoffe: verseiftes Kokosnußöl, Schweineschmalz, Erdnußöl, Palmöl, Rizinusöl, Wasser, Zucker, Sojacreme, Seide, Pö Green Tea and Cucumber, Lemon dream, Blüten, ÜF 13%

Als ich diese Seife siedete, war der Frühling noch ganz weit weg. Deswegen die Blüten und der fruchtig, frische Duft. Verseift wurden eher einfachere Öle und Fette; dafür hat's reichlich Sojacreme und Seide für die  Pflege drin. 

Ich habe hier wieder einmal mit der Folie gearbeitet. Das Rezept war wohl dafür nicht wirklich ideal. Die Seife liess sich nicht wirklich sauber herauslösen. Aber alles in allem ist es richtiges Frühlingsseifchen geworden. 

Ich wünsche euch allen einen schönen 1. Mai!

Liebe Grüsse, Sonja



Der Winter

ist zurück. Das darf doch nicht wahr sein. Eigentlich wollte ich ja draussen meine Frühlingsseifen fotografieren, aber das wird heute wohl nichts mehr.

Der Wetterbericht hat schon seit Tagen vom Temperatursturz gesprochen, aber so richtig glauben wollte ich das nicht.
Der Rosmarin wird's bestimmt überleben, aber die Palme sieht recht mitgenommen aus. Jetzt bin ich richtig froh, dass ich mich letzten Samstag im Gartencenter zurück halten konnte.
Dabei haben wir ja heute Frühlingsflohmarkt. Mal schauen, ob da überhaupt was los ist bei dem Wetter.

Und nun warte ich auf den Sommer, denn der Frühling will dieses Jahr einfach nicht!

Ich wünsche euch ein erholsames Wochenende, vielleicht sogar ohne Schnee..

Liebe Grüsse, Sonja

Unser tägliches Brot

backen wir seit über zwei Monaten selber.

Bei bbeessoapsite habe ich das erste mal vom berühmten "No-Kneat-Bread"gelesen und war nach dem ersten Brot total begeistert vom Resultat. Wie gesagt, war das nur der Anfang, denn etwas später habe ich unserem Bäcker des Vertrauens etwas Sauerteig abgeschwatzt und seither hege und pflege ich unseren neuen Mitbewohner. Mittlerweile hat der Roggensauerteig ein Weizenbaby bekommen und deshalb backe ich nun abwechslungsweise dunkles, kerniges Brot oder luftiges, helles Brot. Und das Schönste ist, wir haben kaum Brot übrig. Das selber gemachte Brot schmeckt nicht nur viel besser, es hält sich auch viel länger (theoretisch). In die Materie des Sauerteigs habe ich mich richtig eingelesen. Es gibt auch ein sehr informatives Sauerteig-Forum


Es hat schon etwas gedauert, bis ich die zu unserem Lebensstil passende Führung des Sauerteiges raus hatte. Die muss nämlich jeder für sich selber austesten. Dazu kommen noch die verschiedenen Temperaturen in der Wohnung beziehungsweise des Backofens (wenn nur die Lampe angeschaltet ist).

Heute backe ich in der Regel eine Kombi zwischen Sauerteigbrot und No-Kneat-Bread. Ich mache meist eine einstufige Führung und anschliessend mit wenig Aufwand das No-Kneat-Bread (ohne die lange Gehzeit) im Topf. Abgesehen von der langen Führung über Nacht ist es ein total simples, schnell gemachtes Brot. Den Backautomaten habe ich schon sehr lange nicht mehr benutzt...

Fazit: Brot backen macht genau so süchtig wie Seife sieden. Probiert's doch selber aus!

Liebe Grüsse, Sonja




Aufgeräumt

Wer Seife siedet braucht Platz, viel Platz! Auf der Suche nach einem freien Plätzchen in der Garage, fand ich eine etwas verstaubte Kartonschachtel. Die Schachtel wurde beim Umzug 2011 irgenwie ganz hinten, unten und unsichtbar verstaut. Darin lagen Seifen, meine allerersten gesiedeten Seifen von 2007. Ich habe immer so ein oder zwei Stück von jeder gesiedeten Seife zur Seite gelegt. Die Rezepte der Seifen habe ich auch gefunden. Heute ärgere ich mich sehr, dass ich damals nur die Inhaltsstoffe notiert habe und nicht wie ab Mitte 2007 die gesamte Seite aus dem Seifenrechner in ein Word-Dokument kopiert habe.

Am meisten gestaunt habe ich, dass die Seifen keinen Ranz haben. Ich habe damals mit einer Überfettung von 7-8% gearbeitet. Habe aber schnell gemerkt, dass mir eine höhere Überfettung lieber ist.
Die Seifen sind nun bald mal sechs Jahre alt und haben einiges an Gewicht verloren (sieht man an der zu grossen Banderole). Die Düfte sind recht schwach, kommen aber immer noch ein bisschen durch. Giselle wurde damals mit dem PÖ Lindenblüte beduftet. In Lynette steckt Waldhimbeere und vorne rechts in der Blauweissen Flieder. Die hellgrüne Olive besteht aus Olivenöl und Lorbeeröl und ist unbeduftet. Bei Home Sweet Home ist was Zimtiges drin, was genau, weiss ich nicht.


Diese Seifen sind bis auf die Blume unbeduftet (Yuzu, ist aber nicht mehr riechbar).

Tatsache ist, dass die Seifen wunderbar schäumen und sich sehr langsam verwaschen. Ob sie jetzt wirklich milder sind, kann ich nicht beurteilen. Ich bekomme immer noch trockene Hände wie damals 2007. Darum siede ich heute mit einer Überfettung von ca. 13 %. Und eine neue 13%ige Seife (vier Wochen alt) mag ich lieber als eine gelagerte mit 7oder 8%.

Aber es ist doch gut zu wissen, dass unsere Schätze länger halten als 2-3 Jahre.

Was habt ihr so für Erfahrungen gemacht mit euren Seifen? Wie alt sind eure Ältesten und welche Seifen mögt ihr am Liebsten?

Ich muss mal weiter in meiner Garage graben, denn da sind auch irgendwo die "mittelalterlichen Seifen". Die müssen auch noch kontrolliert werden betreffend Ranz und Duft.

Ich wünsche euch einen schönen Sonntag,

liebe Grüsse, Sonja

Butterzüpfe

Gestern gab's aus der Küche keine Seife sondern einen Butterzopf. Früher, mit den Kindern, habe ich fast jedes Wochenende so einen Zopf gebacken. Der gehörte einfach zum "Sunntigzmorge" dazu. Heute ohne Mitesser (Kinder) gibt's den viel seltener bei uns. Eigentlich schade, denn er schmeckt immer lecker; mit Konfitüre, Käse, Aufschnitt, mit oder ohne Kinder!

Zutaten:
500 gr Zopfmehl 
20 gr Frischhefe oder 1 Beutel Trockenhefe
250 ml Vollmilch
1 Ei 
(+ Ei oder Milch zum Bepinseln)
1 TL Salz
1 TL Zucker
80 gr Butter

Die Butter schmelze ich in der Mikrowelle und gebe sie anschliessend mit einem Ei zu der zimmerwarmen Milch. Alles schön verrühren; nun hat der flüssige Teil gerade die richtige Temperatur um die Hefe in Schwung zu bringen. In einer grossen Schüssel vermische ich Mehl, Salz, Zucker und Hefe. Nun gebe ich die Flüssigkeit zur Mehlmischung und verrühre das Ganze mit einem Spatel oder mit den Händen. Ich persönlich vermische es am liebsten von Hand. Anschliessend den Teig gut 10 Minuten kneten bis er geschmeidig und glatt ist. Dann zu einer Kugel formen, mit Folie abdecken und für eine gute Stunde an einem warmen Ort aufgehen lassen.


Nach dem ruhen ist der Teig mindestens auf das Doppelte aufgegangen. Nun den Teig bitte nicht mehr kneten! Das ist ganz wichtig! Der Teigling wird geteilt und sorgfältig zu zwei Strängen à 60cm gerollt. Danach den Zopf über's Kreuz flechten und anschliessend mit Folie abdecken und nochmals eine halbe Stunde aufgehen lassen.


Den aufgegangenen Zopf mit etwas Eigelb (ich mische immer Eigelb mit etwas Öl, das gibt einen schönen Glanz und der Zopf wird nicht allzu dunkel) bepinseln und anschliessend im vorgeheizten Backofen bei 220 Grad im unteren Drittel ca. 35 Minuten backen. Nach etwa 15 Minuten decke ich den Zopf mit Alufolie ab damit er nicht verbrennt. Das ist halt von Ofen zu Ofen verschieden. Mein Ofen ist ein prähistorisches Teil, da bin ich heute noch am üben.


So, ist doch ganz einfach! So ein selbstgemachter Butterzopf ist wirklich etwas Feines und gehört in der Schweiz einfach zu einem richtigen Sonntagsfrühstück.

En Guete!

Ich wünsche euch ein erholsames Wochenende, liebe Grüsse Sonja


Pretty in Pink (und mit Berg..)

Wie versprochen zeige ich euch die zweite "Bergseife", welche dieses Mal nicht eingesunken ist. In meinen Seifen habe ich überall Tussahseide drin und etwas Zucker für den Schaum. Resultat ist meist eine heftige Gelphase. Damit der Berg nicht in sich zusammen sinkt, habe dieses mal kein bisschen isoliert. Trotzdem kann man eine Gelphase sehr deutlich erkennen (ja, und die Tio-Schlieren auch). Stempeln liess sie sich auch ganz toll.


Ich bin mit dem Aussehen der Seife total zufrieden. Aber der Duft ist schwer gewöhnungsbedürftig: Pomegranate Noir; irgendwie nicht wirklich mein Duft. In der Flasche roch es für meine Nase besser. Nun habe ich eine Seife, die optisch toll aussieht aber riecht wie... Pomegranate noir halt.

Die verseiften Öle und Fette sind dieselben wie bei bei Bluebelle. Und weil ich dieses Pomegranate nicht riechen mag, wandert die Gute nun in den Keller zum ausreifen. Vielleicht riecht sie in ein paar Wochen nicht mehr ganz so streng. Wobei, vier Wochen ist sie bereits alt...  Zum Glück lagert im Wohnzimmer noch das Seifchen vom Wochenende, beduftet mit Torso vom schnellen Shop. Das riecht fein!

Ich wünsche euch einen guten Start in die neue und kalte Woche!

Liebe Grüsse aus der Kiste, Sonja




Bluebelle

Bluebelle ist die erste Seife die ich im Januar gesiedet habe. Eigentlich hat alles funktioniert wie ich es wollte. Doch die heftige Gelphase hat mir beim Topping reingepfuscht. Eigentlich wollte ich ja eine Bergseife, aber durch das Gelen ist mir der ganze schöne blauweisse Berg eingesunken. Ausserdem hat sie die typischen Schlieren vom Titanoxid. Wobei ich diese Effekte immer wieder ganz interessant finde. Einzig die Endstücke sind geworden wie sie sollten. Dafür liess sie sich wunderbar stempeln. Und darum bin ich ganz zufrieden mit meiner Bluebelle. Duften tut sie ganz herrlich nach Bayrum. 

Bluebelle mit Berg



Bluebelle ohne Berg



Inhaltsstoffe: verseiftes Kokosnußöl, Schweineschmalz, Rapsöl, Palmöl, Rizinusöl, Wasser, Sojacreme, Zucker, Seide, Pö Bayrum, Tio und Indigo

Und weil sich das Rezept so gut verarbeiten liess, habe ich gleich eine Zweite gesiedet. Die wird aber ein anderes Mal fotografiert, denn jetzt ist bei uns der Winter zurück und dementsprechend zappenduster.

Liebe Grüsse und einen guten Start in die neue Woche,

Sonja

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